Betriebsbesichtigung der Wauwiler Champignons in Wauwil

Rund 60 Gewerbler/Innen des Gewerbevereins Schötz erlebten am Donnerstag, 18. September 2014 eine äusserst eindrückliche und interessante Betriebsbesichtigung der Wauwiler Champignons AG in Wauwil.

Roland Vonarburg, Firmeninhaber und Geschäftsführer, begrüsste die Teilnehmer aus Schötz vor dem imposanten Firmengebäude. Er informierte über die Geschichte des Champignons-Zuchtbetriebes und gab einige Kennzahlen zum Betrieb bekannt.

Unter der kompetenten Führung von Roland Vonarburg, Markus Stutz und Urs Zihlmann, erfolgte ein Rundgang in drei Gruppen durch die Produktion. Dabei erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes, wie die Champignons heranwachsen, gepflückt und ausgeliefert werden.

Bei täglicher Wässerung und feuchtwarmem Klima wächst das Mycelium an die Oberfläche. An der Oberfläche angelangt, wird das Mycelwachstum mit dem Absenken von Lufttemperatur und Feuchtigkeit abgebrochen und die Champignons beginnen zu wachsen. Nach zirka drei Wochen kann die Ernte der Champignons beginnen. Gepflückt werden verschiedene Grössen in diversen Verpackungseinheiten. Die durchschnittliche Pflückleistung beträgt 21 Kilo pro Stunde. Bei der Ernteerfassung werden die gepflückten Pilze ein erstes Mal auf die Qualität kontrolliert und das Gewicht erfasst. Anschliessend werden die frischen Champignons im Kühlraum auf zirka 4° Celsius gekühlt.

Die Pilze werden täglich frisch mit eigenen Kühlfahrzeugen an die Kunden ausgeliefert.

Bei der Wauwiler Champignons AG wird die Nachhaltigkeit sehr gross geschrieben. So gelangen die Rüstabfälle in die benachbarte Axpo-Kompogasanlage. Mit weiteren organischen Abfällen von Gemeinden und Industriebetrieben werden die Materialien vergärt und so entsteht Strom und Wärme. Der Oekostrom wird ins Stormnetz gespiesen und die Abwärme via Fernleitung zur Produktion von Champignons genutzt. Seit 2012 wird mit einer 3'800 m2 umfassenden Photovoltaikanlage Strom für fast die Hälfte des jährlichen Stromverbrauchs der Wauwiler Champignons AG produziert. Das Regenwasser wird in einem 300 m3 Becken gesammelt und als Brauchwasser im Betrieb verwendet.

Im Anschluss an die Besichtigung wurden die Teilnehmer von Iréne Vonarburg und Doris Kneubühler mit einem umfangreichen und köstlich-verführerischen Champignon-Gericht in der Kantine der Wauwiler Champignons verwöhnt.

Stellvertretend bedankte sich der Gewerbevereinspräsident Theo Buob bei Iréne und Roland Vonarburg und allen Beteiligten für den sehr offenen und leidenschaftlichen Einblick in die Leistungsfähigkeit des Betriebes. Er gratulierte dem erfolgreichen Unternehmen und zeigte sich dankbar, solche Arbeitgeber in unserer Region domiziliert haben zu dürfen.

Im Anschluss an die Orientierung von einigen News aus dem Gewerbeverein Schötz, fand beim gemütlichen Zusammensein ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch - nicht nur über die gewonnenen „Champignonseindrücke“ - zwischen den Gewerbler/Innen statt.

Ein wirklich gelungener Anlass, der wieder einmal verdeutlichte, dass die Schötzer Gewerbe-Gemeinschaft lebt!

Schötz, 19.09.2014 / TB

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